1. Mannschaft mit gelungenem Start in die Rückrunde
Gross war beim HSV vor dem Spiel die Vorfreude: Die Vorbereitung war lange gewesen, neben vielen Kraft- und Laufeinheiten wurde auch ein Trainingslager in Malaga absolviert, um sich optimal auf die Rückrunde vorzubereiten. Nun wollte man auf Seiten der Hildisrieder natürlich ein erstes Mal zeigen, dass sich die Mühen gelohnt haben. Mit dem FC Luzern wartete ein Gegner, gegen den man beim Auftaktspiel im vergangenen Sommer Punkte liegen gelassen hatte. Es galt also, diese Rechnung zu begleichen und gleichzeitig die Rückrunde mit drei Punkten zu lancieren!
Die Equipe des Trainerduos Markus Koch und Michel Wigger zeigte dann nach Spielbeginn auch sofort, in welche Bahnen man die Partie lenken wollte: Der HSV setzte die Luzerner früh unter Druck, die daraus resultierenden hohen Bälle waren dann kein Problem für die HSV-Defensive. Das Spielgeschehen spielte in der Startphase allerdings mehrheitlich in der Hälfte der Gastgeber ab, der HSV kontrollierte das Spiel mit viel Ballbesitz, viele Torchancen konnte man sich gegen tiefstehende Luzerner auf dem eher kleinen Kunstrasen aber vorerst nicht erspielen. Man verlor beim HSV allerdings nicht die Geduld und spielte weiter sein Spiel und tatsächlich: Mit der Zeit kamen die Torchancen. Bis zum ersten Vollerfolg dauerte es dann allerdings noch ein wenig länger: In Minute 38 fand ein langer Ball aus der Defensive Almeida, der die Kugel gekonnt mit der Brust annahm und dann per Seitfallzieher im unteren Eck versenkte. Die 0:1-Führung gab den Hildisriedern Auftrieb: Direkt vor der Pause reagierte wiederum Almeida nach einem HSV-Freistoss am schnellsten und brachte den freiliegenden Ball im Netz unter. Mit dem Resultat von 0:2 und nach einem sehr starken Auftritt in Halbzeit 1 ging es dann in die Pause.
Nach der Pause fand man beim HSV nicht mehr gleich gut ins Spiel zurück: Die Luzerner, die in der ersten Halbzeit keinen einzigen gefährlichen Abschluss verzeichnen konnten, wagten sich nun auch mehr in die Offensive. Die Hildisrieder wurden teilweise etwas zu sorglos mit dem Ball, hatten nun deutlich mehr Ballverluste zu verzeichnen als noch vor der Pause und hatten dadurch insgesamt weniger Ballbesitz und Spielkontrolle als noch zuvor. Wirklich zwingende Torchancen schauten in dieser Phase auf keiner Seite heraus, zumindest bis nach Minute 60: Zuerst vergaben die Hildisrieder eine Torchance, die man eigentlich nicht vergeben kann, dann gelang den Luzernern der vermeintliche Anschlusstreffer. Das Tor wurde wegen Abseits aberkannt. In der 71. Minute gelang dem HSV dann aber trotzdem noch die Vorentscheidung: Diesmal war es Barmettler, dem der Ball im Sechzehner vor die Füsse fiel und der sich dann auch nicht zweimal bitten liess. In der Folge vergab man bei den Hildisriedern dann noch einmal zwei gute Gelegenheiten, die Führung noch weiter auszubauen. So waren es dann die Luzerner, denen in der 85. Minute der 1:3-Anschlusstreffer gelang: Nach einem weiten Ball, der eigentlich schon geklärt war, stand die HSV-Defensive für einen Moment etwas unorganisiert da, was der FC Luzern ausnützen konnte. Hektik kam in der Folge aber trotzdem nicht mehr auf, die Hildisrieder siegten verdient mit 1:3.
„Rückrundenstart geglückt“ könnte man also sagen beim HSV. Die Mannschaft hat vor allem in der ersten Hälfte einen sehr guten Eindruck hinterlassen und eine Leistung gezeigt, auf der man aufbauen kann. Die zweite Halbzeit war dann nicht mehr ganz auf demselben Level, schlussendlich brachte man die ersten drei Punkte der Rückrunde aber souverän ins Trockene. Nach dem spielfreien Osterwochenende steht dann beim HSV am darauffolgenden Samstag das erste Heimspiel gegen den FC Littau II an. Für die Hildisrieder ist dies eine nächste Gelegenheit, drei Punke zu holen.
Telegramm
FC Luzern: Milakovic; Zivanovic, Sinnathurai, Lipascky, Balatharan; Humbert, Bajor, Krieger: Carcano, Berisha, Borrillo (Ferraro, Lopes Coelho, Jakub, Karadag, Luis, Pepe, Rangel)
Hildisrieder SV: Betschart; Hüsler, M. Estermann, Bachmann; J. Krieger, Boothe, Thaqi, J. Estermann, Contreras; Almeida Cardoso (Salihi, Schmid, F. Ruckli, Jost, Anderhub, Barmettler, A. Ineichen)
Tore: 38. Almeida 0:1, 44. Almeida 0:2, 71. Barmettler 0:3, 85. Pepe 1:3
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